FCI - Fédération Cynologique Internationale 


Die Fédération Cynologique Internationale, kurz FCI ist weltweit die größte kynologische Organisation .

Verbände aus Frankreich, Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Österreich haben

die FCI am 22.05.1911 in Paris gegründet.

Die FCI hat sich zum Ziel gesetzt, die Zucht und Verwendung von Rassehunden sowie die Kynologie und das Wohlergehen der Hunde weltweit zu fördern.

 Zur Zeit  umfasst sie 90 Mitglieds- und Partnerländer (nur ein Verband pro Land), welche ihrerseits eigene Ahnentafeln ausstellen und die Richter ausbilden. 

Die FCI-Mitglieder im deutschsprachigen Raum sind:

Deutschland: Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)

Österreich: Österreichischer Kynologenverband (ÖKV)

Schweiz und Liechtenstein: Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG)

 Die FCI garantiert innerhalb ihrer Organisation die gegenseitige Anerkennung der Abstammungsurkunden (Ahnentafeln) der Länder, wie auch der Richter.

Zur Zeit anerkennt die FCI 343 verschiedene Rassen. Jede von ihnen ist das

« Eigentum » eines bestimmten Landes, welches als Ursprungsland der Rasse bezeichnet wird. Die Ursprungsländer erstellen in Zusammenarbeit mit der Standards- und der Wissenschaftlichen Kommission der FCI die Standards für ihre Rassen (Beschreibung des Idealtyps der Rasse). 

Ablauf des Anerkennungsverfahrens :

Das Mitgliedsland der FCI stellt einen  Antrag , auf Anerkennung einer neuen Rasse.

Erst wird eine vorläufige Nummer für den Rassestandard vergeben. Die Rasse gilt dann als „ provisorisch anerkannte Rasse“ (Beispiel: Russkiy Toy (352) 21. Februar 2006)  und sie darf an FCI-Hundeausstellungen teilnehmen, kann aber kein  CACIB (internationale Einstufung zum Erwerb von Landeschampion-Titeln) bekommen.

 Nach  10 Jahren kann ein neuer Antrag für eine endgültige Annahme der neuen Rasse gestellt werden.

Durch die FCI Kommission  wird der Antrag geprüft und ggf. der Standard angepasst.

Nach der Prüfung wird der Antrag der Generalversammlung zu Endscheidung vorgelegt.

Wird kein neuer Antrag gestellt, wird die Rasse aus  FCI Rassenliste gestrichen.

  Jede Rasse wird einer FCI - Gruppe zugeordnet, die definiert ist als „Gesamtheit von Rassen, die eine bestimmte Anzahl von vererbbaren distinktiven Merkmalen gemein haben“

Die Gruppen:

 

Gruppe 1  : Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde) 

Gruppe 2  : Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde

                    und andere Rassen

Gruppe 3  : Terrier

Gruppe 4  : Dachshunde 

Gruppe 5  : Spitze und Hunde vom Urtyp

Gruppe 6  : Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen

Gruppe 7  : Vorstehhunde

Gruppe 8  : Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde

Gruppe 9  : Gesellschafts- und Begleithunde

Gruppe 10: Windhunde 

Bei Ausstellungen in den FCI-Ländern stellen die Rassestandards für die Richter die Bewertungsgrundlage dar. Zudem sind sie ebenfalls die Basis für die Züchter bei Ihrem Bestreben, erstklassige Hunde zu  züchten.

Die FCI-Länder führen internationale Schönheitsausstellungen, Arbeits- und Jagdprüfungen, Agility und Obedience-Wettbewerbe, Rennen, Coursings und Prüfungen für Hütehunde durch, deren Ergebnisse der FCI-Geschäftsstelle gemeldet und von dieser digital erfasst werden. Hat ein Hund eine gewisse Anzahl Anwartschaften erreicht, kann er mit dem Titel eines internationalen Schönheits-, Ausstellungs-, Arbeits-, Arbeit und Schönheits-, Agility-, Obedience-, Renn-, Schönheit und Leistungs-, oder Hütehunde-Champions ausgezeichnet werden.

Diese Titel werden von der F.C.I. verliehen.

Darüber hinaus können die Züchter - über ihre Landesverbände - ihre Zwingernamen international schützen lassen.                                                                 http://www.fci.be